Das RAPIS Ziegel Werk Markt Wald

Im Bild (1) wird der Lagerplatz des Lehms gezeigt, der hier per LKW aus unseren Gruben angeliefert und direkt abgekippt wird. Unter den Lehmhaufen befinden sich die Roste, durch die der Lehm in sog. Beschicker fällt, von dem aus er per Gummiband zunächst zum Koller (2) befördert wird.

Von schräg rechts unten kommt der Lehm per Gummiband und wird über eine zentrale Verteilung vor die Kollerläufer abgeworfen. Jeder dieser Läufer wiegt mehrere Tonnen und preßt den Lehm nach unten durch eine schwere Stahlmatritze. So wird der Lehm in einem Arbeitsgang gewalkt und grob zerkleinert.

Innerhalb der sog. "Aufbereitung” (3), in der das benötigte Material preßfähig vorbereitet wird, wird der Lehm über Gummibänder transportiert. Das hier sichtbare Silo ist die Sammelstelle für den Staub, der in den Walzwerken entsteht. Er wird abgesaugt und wieder dem Material zugegeben.

(1) Lehmlager
(1) Lehmlager
(2) Koller
(2) Koller
(3) Aufbereitung
(3) Aufbereitung

Bild (4) zeigt ein solches Walzwerk. Es besteht im wesentlichen aus zwei unterschiedlich schelllaufenden schweren Stahlmantel-Walzen mit jeweils ca. 100 cm Durchmesser, die auf einen Abstand von bis zu 0,5 mm zusammengefahren werden, um den vorzerkleinerten Lehm durch diesen Spalt durchzureiben. Das Walzwerk selbst ist komplett eingehaust, einmal aus Sicherheitsgründen, zum anderen, um den durch die Reibung entstehenden Staub absaugen zu können.

Nach der Bearbeitung durch den Koller und durch mehrere in Reihe arbeitende Walzwerke wird der Lehm erst mal in einer großen dunklen Halle eingelagert.

(4) Walzwerk
(4) Walzwerk
(5) Lehm-Lagerhalle
(5) Lehm-Lagerhalle
(6) Entnahmebagger
(6) Entnahmebagger

Ein Blick in die Lehm-Lagerhalle (5): an der Seite die Transportbänder, von denen aus über eine spezielle Querverteilung das Lagerbecken mit einem speziellen Mischprogramm gefüllt wird. Dadurch wird eine optimale Durchmischung des Materials und somit eine langfristig gleiche und homogene Masse für die Produktion sichergestellt.

Die Entnahme aus dem Lagerbecken erfolgt mit einem Bagger (6), der das Material "herausschabt” und auf die Transportbänder füllt. In der Halle ist es dunkel, um eine ungleichmäßige Austrocknung des aufbereiteten Lehms durch Sonnenstrahlung zu vermeiden. In diesem Becken kann der gesamte Bedarf für die Werke Markt Wald sowie Schwabmünchen für fast ein halbes Jahr gelagert werden.

(7) Beladung der RAPIS LKWs
(7) Beladung der RAPIS LKWs

Von hier aus geht der Weg des Lehmes weiter: ein Teil über Gummibänder in die Produktion in Markt Wald, der andere nach Schwabmünchen. Unsere LKW bringen den Roh-Lehm aus den Gruben und nehmen auf dem Rückweg das fertig aufbereitete Material wieder mit, um es in Schwabmünchen abzuliefern. So werden Leerfahrten weitestgehend vermieden. Die Befüllung erfolgt automatisch wieder über Gummibänder.

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